Flotation & Abscheidung
Gelöstluftflotation (DAF)
Die Gelöstluftflotation trennt, indem sie Feststoffe aufschwimmen statt absetzen lässt. Feine Luftbläschen lagern sich an geflockte Partikel an und heben sie an die Oberfläche, wo sie als eingedickter Schwimmschlamm abgeräumt werden. Sie ist die Technik der Wahl, wo das abzuscheidende Material leichter als Wasser ist oder sich nicht absetzt — Fette, Öle und leichte Flocken.
Die DAF spielt drei Rollen: als Vorbehandlung, die eine nachgeschaltete Biologie vor Lastspitzen schützt, als Schritt, der Fette und Öle entfernt und Einleitzuschläge vermeidet, und als effizienter Schlammeindicker.

Kurz erklärt
Die Gelöstluftflotation ist ein Trennverfahren, bei dem Mikrobläschen sich an Schwebstoffe anlagern und sie zur Abräumung an die Oberfläche heben — für Fette, Öle, leichte Feststoffe und die Schlammeindickung.
Diese Herausforderungen löst es
Zuschläge für Fette und Öle
Lebensmittel- und Prozessindustrie zahlen hohe Zuschläge, wenn die Fett- und Ölfracht den Kanalgrenzwert überschreitet. Die DAF entfernt sie an der Quelle und macht aus einem wiederkehrenden Zuschlag eine kontrollierte Prozesskostenposition.
Schutz der biologischen Stufe
Industrielle Lastspitzen können eine Biologie überfordern. Eine vorgeschaltete DAF glättet die Last und entfernt den Anteil, der die Biologie sonst stören würde.
Feststoffe entfernen, die sich nicht absetzen
Leichte Flocken, Emulsionen und Phosphatfällungen setzen sich schlecht ab. Die Flotation entfernt genau den Anteil, den ein Absetzbecken zurücklässt.
Eingesetzte Technologien
DAF-Anlage
Das Kernsystem der Flotation: ein Sättigungs- und Rezirkulationskreis erzeugt Mikrobläschen, die geflockte Feststoffe an eine abgeräumte Oberfläche heben. Kompakt, robust und wirksam bei Fetten, Ölen und leichten Feststoffen.
Zur AnlageChemische Vorkonditionierung
Die Dosierung von Koagulant und Flockungsmittel vor der DAF bildet die Flocken, an die sich die Bläschen anlagern — die Chemie ist so wichtig wie die Flotation selbst.
Zur AnlageLamellenunterstützte Klärung
Wo ein Teil der Fracht dicht genug ist, um sich abzusetzen, kann die Kombination aus Flotation und Lamellenabscheidung die benötigte Fläche reduzieren. Wir wählen nach Partikeldichte, nicht aus Gewohnheit.
Zur AnlageWas erreichbar ist
Die folgenden Spannen sind typisch für industrielle DAF-Anwendungen. Die tatsächliche Abscheidung hängt vom Schadstoff, der Koagulationschemie und der hydraulischen Last ab und wird durch Jar-Tests und einen Pilotversuch bestätigt.
| Parameter | Typische Spanne |
|---|---|
| Fett-/Ölabscheidung | typisch ~90–98 % |
| Schwebstoffabscheidung | typisch ~90–95 % |
| Gesamtphosphor (mit Fällung) | bis niedrige einstellige mg/l |
| Flächenbeschickung | ~5–12 m/h (anwendungsabhängig) |
| Schwimmschlamm | ~3–5 % TR |
Wie wir auslegen
Eine DAF wird nach hydraulischer und Feststoff-/Öllast zusammen mit der geforderten Abscheidung ausgelegt. Die nötigen Eingangsgrößen sind:
Wichtige Auslegungsgrößen
- Mittlerer und Spitzendurchfluss
- Zulaufkonzentrationen (Fett/Öl, TSS, Phosphor)
- Geforderte Ablaufqualität oder Kanalgrenzwert
- Temperatur und pH-Wert des Abwassers
- Ob der Schwimmschlamm zur Entsorgung oder Eindickung dient
Erst mieten oder pilotieren
Eine mobile DAF erlaubt es, Koagulationschemie und Abscheidung am eigenen Abwasser zu prüfen, bevor eine feste Anlage spezifiziert wird — und deckt zwischenzeitlich eine temporäre oder saisonale Last.
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Häufige Fragen
Wann ist die DAF besser als das Absetzen?
Immer wenn das Material leichter als Wasser ist oder sich schlecht absetzt — Fette, Öle, Emulsionen und leichte Flocken. Für dichte, schnell absetzbare Feststoffe ist oft ein Lamellenabscheider besser.
Kann die DAF Phosphor entfernen?
Ja, in Kombination mit einer Fällung: Der Phosphor wird in Partikel überführt, die die Flotation dann entfernt — bis in niedrige einstellige Werte.
Wie viel Fett und Öl kann sie entfernen?
Bei richtiger Koagulation einen hohen Anteil der Fett- und Ölfracht — typisch genug, um einen Standort wieder unter den Kanalzuschlag-Grenzwert zu bringen.
Braucht sie Chemikalien?
Fast immer. Koagulant und Flockungsmittel bilden die Flocken, an die sich die Bläschen anlagern; die Chemie wird vor der Inbetriebnahme in Jar-Tests optimiert.
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